Gesetzliche Gebühren
Die Vergütung richtet sich häufig nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Je nach Angelegenheit können dabei insbesondere der Gegenstandswert oder gesetzlich vorgesehene Rahmengebühren maßgeblich sein.
Was anwaltliche Unterstützung kostet, hängt von Ihrem Anliegen und der Art der Tätigkeit ab.
Gut zu wissen
Die Kosten für anwaltliche Beratung und Vertretung lassen sich nicht für jeden Fall pauschal beziffern. Entscheidend sind unter anderem die Art der Angelegenheit, der Umfang der Tätigkeit und die Grundlage der Vergütung.
Welche Kosten in Ihrem konkreten Fall entstehen können und welche Möglichkeiten der Kostenübernahme bestehen, lässt sich im persönlichen Gespräch klären.
Anwaltliche Vergütung
Für die Berechnung anwaltlicher Gebühren gibt es unterschiedliche Grundlagen.
Die Vergütung richtet sich häufig nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Je nach Angelegenheit können dabei insbesondere der Gegenstandswert oder gesetzlich vorgesehene Rahmengebühren maßgeblich sein.
In bestimmten Fällen kann eine individuelle Vergütung vereinbart werden, beispielsweise auf Stundenbasis. Die Einzelheiten und der voraussichtliche Umfang werden im Vorfeld besprochen.
Für ein erstes Beratungsgespräch mit Verbrauchern beträgt die gesetzliche Höchstgebühr ohne abweichende Vergütungsvereinbarung 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer. Die tatsächliche Vergütung hängt vom Einzelfall ab.
Vor Gericht
Kommt es zu einem gerichtlichen Verfahren, können neben den Anwaltsgebühren weitere Kosten entstehen. Auch die Frage, wer diese am Ende trägt, hängt vom Verfahren und dessen Ausgang ab.
Gerichtsgebühren richten sich nach den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften. Hinzukommen können beispielsweise Kosten für Sachverständige, Zeugen oder Übersetzungen. Teilweise ist ein Gerichtskostenvorschuss erforderlich.
In vielen Zivilverfahren muss die unterlegene Partei die notwendigen Kosten des Rechtsstreits tragen. Bei teilweisem Obsiegen können die Kosten aufgeteilt werden. Die Einzelheiten richten sich nach der jeweiligen Kostenentscheidung.
In arbeitsgerichtlichen Urteilsverfahren der ersten Instanz trägt grundsätzlich jede Partei ihre eigenen Anwaltskosten, unabhängig davon, wer den Rechtsstreit gewinnt.
Kostenrechner
Die beiden Rechner bieten eine erste Orientierung über mögliche Anwalts- und Prozesskosten.
Ermitteln Sie eine unverbindliche Einschätzung der möglichen Anwalts- und Gerichtskosten eines Zivilprozesses.
Rechner von Fachanwalt.de
Ermitteln Sie eine unverbindliche Einschätzung der gesetzlichen Gebühren für eine außergerichtliche Vertretung.
Rechner von JuraForum.de
Die Rechner werden erst nach dem Anklicken von „Rechner laden“ von Fachanwalt.de beziehungsweise JuraForum.de geladen. Dabei wird eine Verbindung zum jeweiligen Anbieter hergestellt und es können technische Daten sowie Ihre Eingaben an diesen übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Die Berechnungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine individuelle Kostenprüfung.
Rechtsschutzversicherung
Eine Rechtsschutzversicherung kann je nach Vertrag und versichertem Rechtsgebiet die Kosten einer anwaltlichen Beratung oder Vertretung übernehmen. Ob und in welchem Umfang Versicherungsschutz besteht, sollte möglichst frühzeitig geklärt werden.
Hierfür kann bei der Versicherung eine Deckungszusage eingeholt werden.
Staatliche Unterstützung
Auch wenn die finanziellen Mittel begrenzt sind, können rechtliche Beratung und gerichtliche Vertretung unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein.
Außergerichtlich
Beratungshilfe unterstützt Menschen mit geringem Einkommen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte außerhalb eines Gerichtsverfahrens. Ob die Voraussetzungen vorliegen, prüft in der Regel das zuständige Amtsgericht.
Wird Beratungshilfe bewilligt, fällt für die anwaltliche Tätigkeit grundsätzlich eine Gebühr von 15 Euro an. Diese kann erlassen werden.
Informationen und Antrag bei der JustizGerichtlich
Für gerichtliche Verfahren kommt bei geringem Einkommen Prozesskostenhilfe oder, etwa in Familiensachen, Verfahrenskostenhilfe infrage. Das Gericht prüft insbesondere die finanziellen Voraussetzungen und die Erfolgsaussichten.
Je nach wirtschaftlicher Situation können Ratenzahlungen anfallen. Auch bei bewilligter Hilfe können im Fall einer Niederlage Kosten der Gegenseite zu tragen sein.
Informationen bei der JustizDiese Informationen geben einen allgemeinen Überblick. Welche Gebühren und Kosten im Einzelfall anfallen, richtet sich nach dem konkreten Anliegen.
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